Artikel-Schlagworte: „Liedermacher“

Aus unseren Archiven

Archive, Archive...Der Verein “Lied und soziale Bewegungen e.V.”, Hauptveranstalter des “Festivals Musik und Politik”, bewahrt in seinen Archiven so manchen Schatz, zum Beispiel aus der zwanzigjährigen Geschichte des “Festivals des politischen Liedes” von 1970 bis 1990. Durch mangelnde Finanzierung (Arbeitskräfte!) ist noch längst nicht alles aufgearbeitet. Dies gilt auch für die unzähligen Tonaufnahmen von Festivalveranstaltungen.

Aufgrund regelmäßiger Nachfrage bemühen wir uns, unsere Archive auch für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Neu bei uns ist das öffentlich zugängliche und durchsuchbare Liedblattarchiv. Hier haben wir nahezu 600 Titel erfasst, zu denen uns Noten und Texte vorliegen.

Einige Einblicke in unser Plakatarchiv gibt es HIER. Weitere Datenbanken wie zum Beispiel unser riesiges Musikarchiv sind bislang leider noch nicht öffentlich zugänglich, da uns entsprechende Mittel für den Betrieb einer erweiterten Webseite fehlen.

Wenn Sie für journalistische Zwecke, zur Forschung oder für Ausstellungen und Dokumentationen weiteres Material benötigen, sprechen Sie uns bitte an.

Gespräch: Tom Morello (USA), Woody Sez (USA), Wenzel

  • David M. Lutken (USA, Woody Sez)
  • Tom Morello (USA)
  • Hans-Eckardt Wenzel
  • Moderation: Michael Kleff (Folker-Chefredakteur)
Tom Morello

Tom Morello

Woody Guthrie war ein Mann, der “den ewig diskutierten Widerspruch zwischen ‘Kunst’ und ‘Leben’ mit einfachsten Mitteln aufzuheben vermochte”. So beschreibt Hans-Eckardt Wenzel den Folkmusiker, der als einer der großartigsten Balladenschreiber der Vereinigten Staaten gilt. Geboren am 14. Juli 1912, gestorben am 3. Oktober 1967, ist Woody Guthrie heute aktueller denn je, “ein Gitarrenpicker mit drei Akkorden, aber mit den Gedanken eines Dichters und der nötigen Empfindsamkeit, um die Hymnen, Geschichten und Träume der Menschen, denen er begegnete oder die er erfand, in Worte zu fassen” (Lou Reed).

David M. Lutken - Foto Wendy Mutz

David M. Lutken

In “Pretty Boy Floyd” bringt Guthrie in zwei Zeilen – “Manche Leute rauben dich mit einem Revolver aus, andere mit einem Füllfederhalter” – zeitlos auf den Punkt, was viele Menschen fühlen: Politik und große Konzerne stehlen sich aus der Verantwortung. Wenn Woody Guthrie heute in den Vereinigten Staaten unterwegs wäre, was würde er wohl über die Lage der amerikanischen Arbeiter denken, über die Gewerkschaften, die konzentrierte Macht des Kapitals und Occupy Wall Street? An vielen Schauplätzen der Bewegung erklingt zwar Musik, eine eigene Hymne gibt es jedoch (noch) nicht.

Die Gesprächsrunde soll vor diesem Hintergrund unter anderem der Frage nachgehen, welche Verantwortung Künstler haben. Wie können sie zu den politischen Fragen der Gegenwart Stellung nehmen? Mit welchen Mitteln können sie die Menschen wirksam erreichen?

Wenzel

Wenzel

Das Gespräch wird in englisch geführt und simultan ins Deutsche übersetzt.

Im Kesselhaus findet am Abend ein Konzert mit den Künstlern statt – weitere Informationen hier.

Konzert: MTS und Der Black

Liveübertragung durch:

 

 

Im November 1973 gründeten in Ostberlin Freunde des burlesken Bänkelgesangs das mobile Liedkabarettensemble MTS alias Mut, Tatendrang und Schönheit. Sie eroberten mit ihren Liedern, Sprüchen und Versen schnell die Herzen all jener, die Spaß am gehobenen Nonsens haben. Heute stehen auf der Bühne inzwischen nicht mehr ganz so jugendliche Herren mit dementsprechenden Konfektionsgrößen und Frisuren, aber mit immer noch demselben Spaß an der Sache.

Der lockige Musiker Frank Sültemeyer war schon von 1993 bis 99 vierter Mann bei MTS und kehrte im Oktober 2011 für das verstorbene Gründungsmitglied Herbert Treichel zurück. Der gewitzte Trommler Mike Schafmeier kam bereits 1994 von der Band Silly. Und der geschmeidige Sänger Thomas Schmitt war schon immer dabei, wenn es galt, einen Kalauer zu instrumentalisieren.

Besetzung:

  • Mike Schafmeier, dr, voc
  • Thomas Schmitt, voc
  • Frank Sültemeyer, g, p, voc

Aktuelle CD:

Der Klangkörper freut sich besonders darauf, wieder einmal mit einem seiner frühen Vorbilder, mit dem Black (ehemals Schobert & Black) die Bühne zu teilen. Es steht zu befürchten, daß es dabei zu einem Limerick-Duell kommen wird!

Das Liedermacherduo Schobert & Black wurde 1965 von Wolfgang “Schobert” Schulz und Lothar “Black” Leichleiter gegründet. Die beiden sogenannten Erfinder des höheren Blödsinns in Reinkultur spielten neben Chansons auch politisch-satirische Lieder und gingen häufig gemeinsam mit Hannes Wader, Hanns Dieter Hüsch und Ulrich Roski auf Tournee. Bis zu ihrer Trennung im Jahr 1985 veröffentlichten Schobert & Black rund zwanzig LPs.

Lothar “Black” Leichleiter arbeitete danach mehrere Jahre lang im Verlagsgeschäft. Vor einigen Jahren kehrte er auf die Bühne zurück und veröffentlichte 2008 sein erstes Soloalbum “Meschugge”. Er versteht sich als ein politischer Liedermacher, der auf das vordergründig plakative Element verzichtet. Seine Sache ist tiefgründiger Humor, weshalb er gerne und regelmäßig mit Ingo Insterburg sowie der Gruppe MTS auftritt.

2010 traf Black ein großes Missgeschick. Durch einen schweren Sturz bei Glatteis auf der Burg Waldeck zog er sich einen komplizierten Trümmerbruch an der rechten Hand zu. Aber er gab nicht auf. Nach mehreren Operationen und einer monatelangen Zwangspause spielt er wieder. Im April 2011 erschien seine aktuelle CD “Weitersagen”. Auf ihr präsentiert er sich nicht nur als Liedermacher, sondern auch als Volkssänger, Rezitator, Kabarettist und Komödiant. Seine Themen sind ebenso in der großen Politik wie im normalen Alltag angesiedelt, und er setzt sich mit ihnen mal zynisch, mal tragikomisch auseinander, so zum Beispiel in dem Titel “Nacktscanning oder Liebe auf dem Flugplatz”.

Aktuelle CD:

Gerhard Gundermann zum 56. Geburtstag: “hier bin ich geborn”

Unter dem Motto “hier bin ich geborn” findet am 19. Februar in der KulturFabrik Hoyerswerda eine Veranstaltung zum 56. Geburtstag von Gerhard Gundermann statt.

Das Programm: Ab 19.00 Uhr liest Hans-Dieter Schütt aus seinem Interview-Buch “Rockpoet und Baggerfahrer”, erzählt von seinen Treffen mit Gundermann und wie er die Welt sieht. Carmen Orlet und Ingo “Hugo” Dietrich interpretieren ab 21.00 Uhr Lieder von Gundermann, Friedrich Holländer, Brecht, Volker von Törne und Veronika Fischer. Anschließend: Jan Preuß und die geheime Gesellschaft. Sie kommen aus Fürstenwalde und spielen Rockchansons in deutscher Sprache. Neben eigenen Songs (CD Traumtänzer) sind dies vor allem auch Lieder von Gundermann, Rio Reiser und Leonard Cohen. Letztere auch mit deutschen Texten. Kaum zu glauben: Das funktioniert wirklich! Man darf also gespannt sein…

Gundermann-Party „hier bin ich geborn“
KulturFabrik Hoyerswerda, Alte Berliner Str. 26, 02977 Hoyerswerda
19.02.2011, Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €, nur Lesung 5 €
Eine gemeinsame Veranstaltung von Gundermanns Seilschaft e.V. und der KuFa Hoyerswerda
Weitere Informationen: www.gundi.de und www.kufa-hoyerswerda.de
Vorbestellungen: info@gundi.de und info@kufa-hoyerswerda.de

Release “Solange man singt” Frank Viehweg

Frank Viehweg: "Solange man singt"

Am 10. Oktober präsentiert Frank Viehweg sein neues Buch „Solange man singt“. Es enthält 42 Lieder des bekannten tschechischen Liedermachers Jaromír Nohavíca in Übertragungen von Frank Viehweg. Dazu gibt es eine CD mit 20 Liedern, die live im Cantaré-Studio aufgenommen wurden. Anläßlich der Buch- und CD-Vorstellung wird Jarek Nohavíca nach Berlin kommen und in einem eigenen Konzert zu erleben sein.

10. Oktober, 21 Uhr
Zimmer 16, 13187 Berlin-Pankow

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