Artikel-Schlagworte: „Festival Musik und Politik“
FOLKER-Gespräch 2010
Krise des Kapitalismus – »schlecht für das soziale Klima (…), aber gut für das politische Lied«?
FOLKER-Gespräch
Sonnabend, 27. Febr. 2010, 16 Uhr, ZwiEt
Teilnehmer:
- Bernadette La Hengst
- Tapani Gradmann (The Incredible Herrengedeck)
- Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia)
- Moderation: Michael Kleff (Journalist, Bonn/New York)
Kleff: Herzlich willkommen zum FOLKER-Gespräch hier beim Festival »Musik und Politik«. Ist ja mittlerweile auch schon eine Tradition. Für alle, die den FOLKER noch nicht kennen – so sieht er aus, und es gibt auch noch einige Exemplare hier, wenn man rausgeht, auf dem Informationstisch. Ich hätte gerne den neuen FOLKER hier gehabt, da ist nämlich ein Beitrag über die Mitdiskutantin drin … Diesen Beitrag weiterlesen »
Das Festival im Fernsehen
Die TV-Mitschnitte von Festivalveranstaltungen durch unseren Medienpartner ALEX BERLIN werden im Laufe der nächsten Wochen gesendet. ALEX BERLIN ist nicht nur im Berliner Kabelnetz zu empfangen (SK 8), sondern auch jederzeit und überall per Livestream auf der Webseite des Senders: www.alex-berlin.de.
Unsere Konzerte werden wie folgt ausgestrahlt:
- 6. März – 23.00 Uhr
- 7. März – 23.00 Uhr
- 13. März – 23.00 Uhr
- 14. März – 23.00 Uhr
- 3. April – 23.00 Uhr
- 4. April – 23.00 Uhr
- 10. April – 23.00 Uhr
- 11. April – 23.00 Uhr
(Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)
Festivalprogramm 2010
25. bis 28. Februar 2010
Spielstätten:
Volksbühne Berlin-Mitte, Maxim-Gorki-Theater, Grips Mitte, WABE, Galerie ZwiEt, Café Zapata
Programm:
Festival 2010 - 12.02.2010 - Ort: Café EnddornFriendsmeetfriends - Festival Freunde Party 2010 - mit Konzert: Zotos
Festival 2010 - 25.02.2010 - Ort: WABE
Film: Pete Seeger - The Power of Song
Festival 2010 - 25.02.2010 - Ort: WABE
Konzert: Bleeding Hearts (UK)
Festival 2010 - 26.02.2010 - Ort: ZwiEt
Ausstellungseröffnung: Theodorakis
Festival 2010 - 26.02.2010 - Ort: WABE
Ein Abend für Wolodja - Wladimir Wyssozki
Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: WABE
Konzert: Per la Vita - Microphone Mafia & Esther Bejarano
Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: ZwiEt
Folker!-Gespräch
Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: WABE
Konzert: Liederbestenliste präsentiert
Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: Grips Mitte (Ex-HdjT)
Konzert: HipHop Projekt "La Résistance"
Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: WABE
Kinderkonzert Fest der Farben
Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Gorki-Theater
DRUNTER & DRÜBER: Ein theatraler Überfall aus der Provinz
Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Gorki-Theater
DRUNTER & DRÜBER: Ein theatraler Überfall aus der Provinz
Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Volksbühne
Konzert: Hommage an Mikis Theodorakis
Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Zapata
Konzert: UMKA & Bronevik (Russland)
Unterstützer:
Berliner VVN-BdA; Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Kultur und Bildung; Der Regierende Bürgermeister von Berlin. Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten; Druckhaus Schöneweide GmbH; Gundermanns Seilschaft e.V., “Helle Panke” zur Förderung von Politik, Bildung und Kultur e.V.; Holger Schade Büro für Künstlermanagement; HumanistischerVerband Deutschlands, LV Berlin e.V.; Rosa-Luxemburg-Stiftung; Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv; Verein Deutschsprachige Musik e.V.
Gruß von Konstantin Wecker
Liebe Freunde,
es tut mir sehr leid, dass ich bei der Hommage für Mikis Theodorakis nicht live dabei sein kann. Ich werde natürlich trotzdem auch weiterhin dem »Festival Musik und Politik« ebenso wie Dr. Lutz Kirchenwitz verbunden bleiben.
Gerade für Mikis, diesen aufrechten Menschen, den ich wirklich sehr bewundere und mit dem ich schon die Ehre hatte, gemeinsam auf der Bühne zu stehen – gerade für diesen großen Musiker hätte ich natürlich gerne meinen Beitrag geleistet.
Mit dem Herzen bin ich bei Euch und wünsche Euch allen ein großartiges, beseeltes und engagiertes Konzert.
Euer Konstantin
12. Februar 2010
Grußwort von Mikis Theodorakis zum Festival Musik und Politik 2010
Ich freue mich sehr, dass die Institution »Politisches Lied« den Verfallserscheinungen der Zeit widersteht. Ich möchte diesen Anlass nutzen, um klarzustellen, dass ich in
diesem Zusammenhang mit dem Begriff des »Politischen« nichts eng Parteipolitisches, das im Dienste irgend einer Politik steht, assoziiere und niemals assoziiert habe.
»Pólis« – ein altgriechisches Wort, von dem die Begriffe »Polítis« (Bürger), »Politik«, »Politismós« (Kultur) abgeleitet wurden –, das ist ein universeller Begriff; die »Pólis« umfasst die Gesamtheit einer Gesellschaft, eines Volkes, einer Nation. Ich würde sagen, »Pólis« meint heutzutage die Gesamtheit der freien Menschen auf der ganzen Welt, die sich im Sinne der großen Ideale engagieren: für Frieden, Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Kultur.
Die Musik vermag über Grenzen und trennende Unterschiede hinweg das Wesen des Menschen auszudrücken, einschließlich all dessen, was er für wertvoll erachtet.
Musik ist kein Phänomen, das sich irgendwo fern von den Menschen offenbart oder sich in für sie unerreichbaren Sphären ereignet, sondern sie steht im Dienst der Selbstverwirklichung des Menschen. Nur dann ist sie wirklich Teil des Lebens und stärkt diejenigen, die sich nicht schonen und ihre Kraft für den Kampf um die humanistischen Werte einsetzen.
Wenn ich also »Politisches Lied« sage, dann meine ich das dem Wesen der menschlichen Seele entsprechende Lied, das nach Wahrhaftigkeit strebt und den Menschen auf seiner Suche nach Harmonie und Erfüllung begleitet.

Mikis Theodorakis in Berlin, DDR
5. Januar 2010
Festivalvorschau 2010
Das Programm des “Festivals Musik und Politik 2010″ ist nun veröffentlicht. Eine Vorschau finden Sie hier.
Ist die gegenwärtige Krise des Kapitalismus schlecht für das soziale Klima, aber gut für das politische Lied? Wollen wieder mehr Künstler „die Verhältnisse rocken, die Welt ändern“, wie es auf einer jüngst erschienenen CD heißt? Diese Fragen fokussiert unser diesjähriges FOLKER-Gespräch, und sie ziehen sich durch das gesamte Festival Musik und Politik vom 25. bis 28. Februar 2010 in Berlin.
Das Eröffnungskonzert bestreitet die englische Folk-, Punk- und Rockband Bleeding Hearts. „Mikis Theodorakis Hommage“ heißen eine Ausstellung und ein Konzert, die dem großen griechischen Komponisten anlässlich seines bevorstehenden 85. Geburtstags gewidmet sind (mit Petros Pandis/GR, Gina Pietsch, Konstantin Wecker u.a.)
Wladimir Wyssozki, der vielleicht wichtigste, sicher aber bekannteste Künstler der späten Sowjetunion steht 30 Jahre nach seinem Tod im Mittelpunkt eines Konzerts (Reinhold Andert, Dan Fägerquist/S, UMKA & Bronewitchok/RU u.a.). Die Liederbestenliste präsentiert ihre Jahrespreisträger 2009, Danny Dziuk und Johanna Zeul (Förderpreisträgerin), und weitere Musiker. Das Theater Rudolstadt gastiert mit seiner Anti-Depressionsrevue „Drunter und drüber“ (Regie: Steffen Mensching). HipHopper aus dem ganzen Bundesgebiet stellen ihr Gemeinschaftsprojekt „La Résistance“ vor (Bütti und Bomba Big B von Anarchist Academy, Chaoze One, Microphone Mafia u.a.). Festivalzentrum ist wie immer die WABE. Weitere Spielstätten sind u.a. das Zapata, Maxim Gorki Theater und die Volksbühne.
Publikationen
Der Verein “Lied und soziale Bewegungen e.V.” hat eine Reihe von Broschüren herausgegeben bzw. war an ihrer Erstellung beteiligt. Zudem sind Bücher und selbst Tonträger zu unseren Arbeitsgebieten erhältlich. Seit dem Jahr 2000 werden jährlich Dokumentationen zum “Festival Musik und Politik” erstellt. Darin enthalten sind Protokolle von Podiumsdiskussionen und Künstlerinterviews, Fotos und Festivalrückblicke.
Die meisten Titel können Sie im Onlineshop käuflich erwerben.
Festivaldokumentation 2009
Programmrückblick, Interviews, Podiumsgespräche vom Festival Musik und Politik 2009
Inhalt:
- Vorwort
- Zeitzeichen – Lieder für alle, die alles wagen – Rede von Dr. Diether Dehm, MdB Die Linke, zu Ausstellungseröffnung
- Texte und Bilder zur Ausstellung
- Folker!-Gespräch mit Billy Bragg (UK) und Hans-Eckardt Wenzel über Künstleridentität in politisch bewegten Zeiten
- Native American Punk – Werkstattgespräch mit der Gruppe Blackfire (USA)
- Stimmen und Wortmeldungen aus Interviews und Gesprächen
- Pressestimmen
- Interview mit Wolfgang König, Ex-Radioredakteur und -moderator von Radio Multikulti/rbb, Mitbegründer von Radio multicult 2.0
- Besucherbefragung
- Künstler- und Mitarbeiterverzeichnis
Broschüre, 58 Seiten
2009: Tapete
Klaus-Peter Renneberg im Gespräch mit dem Hiphop-Künstler Tapete aus Berlin.
Klaus Peter Renneberg: Ich habe so ein bisschen die vulgäre Vorstellung, man nimmt eine schleimige Masse, tut sie auf ein Papier und hängt das ganze an die Wand und das nennt man dann Tapete, um zu kaschieren oder um zu verschönern – je nachdem. Neben mir sitzt jemand, der sich Tapete nennt. Tapete: Willst Du kaschieren oder verschönern?
2009: Bragg & Wenzel – Publikumsfragen
Ergänzung zum Podiumsgespräch mit Billy Bragg und Hans-Eckardt Wenzel
KLEFF: Wir haben noch gut zwanzig Minuten und damit eröffnen wir das Gespräch mit dem Publikum.
PUBLIKUM 1: Zwei kurze Fragen und eine Anmerkung. Die Anmerkung bezieht sich auf die Positionierung von Musikern bei Wahlen wie in den USA. Man darf nicht vergessen, dass es noch eine dritte Gruppe gab, meinetwegen um „Rage Against The Machine“ und Tom Morello, die eine ganz andere Position dazu hatten…
KLEFF: ….die aber auch Obama unterstützt haben… Diesen Beitrag weiterlesen »

