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Aus unseren Archiven

Archive, Archive...Der Verein “Lied und soziale Bewegungen e.V.”, Hauptveranstalter des “Festivals Musik und Politik”, bewahrt in seinen Archiven so manchen Schatz, zum Beispiel aus der zwanzigjährigen Geschichte des “Festivals des politischen Liedes” von 1970 bis 1990. Durch mangelnde Finanzierung (Arbeitskräfte!) ist noch längst nicht alles aufgearbeitet. Dies gilt auch für die unzähligen Tonaufnahmen von Festivalveranstaltungen.

Aufgrund regelmäßiger Nachfrage bemühen wir uns, unsere Archive auch für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Neu bei uns ist das öffentlich zugängliche und durchsuchbare Liedblattarchiv. Hier haben wir nahezu 600 Titel erfasst, zu denen uns Noten und Texte vorliegen.

Einige Einblicke in unser Plakatarchiv gibt es HIER. Weitere Datenbanken wie zum Beispiel unser riesiges Musikarchiv sind bislang leider noch nicht öffentlich zugänglich, da uns entsprechende Mittel für den Betrieb einer erweiterten Webseite fehlen.

Wenn Sie für journalistische Zwecke, zur Forschung oder für Ausstellungen und Dokumentationen weiteres Material benötigen, sprechen Sie uns bitte an.

Ausstellung: “An Mut sparet nicht noch Mühe” Hanns-Eisler-Bilder

Hanns Eisler

Hanns Eisler

gefördert durch die Hanns und Steffy Eisler Stiftung.

Hanns Eisler sei der “Karl Marx des Kommunismus auf dem Gebiet der Musik”, so lautet der Vorwurf des Chef-Ermittlers vor dem berüchtigten Ausschuß zur Untersuchung unamerikanischer Aktivitäten in Washington 1947. Er fühle sich geschmeichelt, erwiderte der Beschuldigte kämpferisch. Zu diesem Zeitpunkt lag seine Kampfmusik-Phase, die ihn zu dem wohl bedeutendsten Musiker der Arbeiterbewegung gemacht hatte, bereits weit zurück. Eisler zählte nun zu den erfolgreichen Hollywood-Komponisten, wohnte in Malibu direkt am Pazifikstrand und hatte eigentlich vor, die US-Staatsbürgerschaft zu erwerben. Ein halbes Jahr später wurde er zurück nach Europa gezwungen. Zunächst landete er in Wien, wo er von seiner frühen Kindheit bis zum Abschluss des Studiums bei Arnold Schönberg gelebt hatte. Jedoch war eine Figur wie Eisler auch hier unerwünscht. Aus dieser Perspektive betrachtet, könnten seine DDR-Jahre als ein zweites Exil interpretiert werden, wenngleich diesmal keine lebensbedrohende Situation zugrunde lag. Sein erstes Exil ab 1933, die Flucht vor den Nazis, hatte ihn, “öfter als die Schuhe die Länder wechselnd”, schließlich in die USA getrieben. Politische Katastrophen und existenzielle Nöte haben sein Leben geprägt. Seine Musik ist ebenso vielfältig wie die gesellschaftlichen Verhältnisse, für die sie komponiert wurde.

Vor 50 Jahren starb Hanns Eisler in (Ost-)Berlin. Mit Hilfe der Künste die Welt zu verändern, weil diese es brauche, blieb immer sein Ziel. Die innovative Kraft seines Werks hat Generationen von Musikern und Hörern inspiriert – doch wie aktuell ist es für uns heute?

Es sprechen zur Eröffnung:

  • Maren Köster (Musikwissenschaftlerin)
  • Lutz Kirchenwitz (Kulturwissenschafter, Vorsitzender des Vereins Lied und soziale Bewegungen)

Musik:

Gerhard Gundermann zum 56. Geburtstag: “hier bin ich geborn”

Unter dem Motto “hier bin ich geborn” findet am 19. Februar in der KulturFabrik Hoyerswerda eine Veranstaltung zum 56. Geburtstag von Gerhard Gundermann statt.

Das Programm: Ab 19.00 Uhr liest Hans-Dieter Schütt aus seinem Interview-Buch “Rockpoet und Baggerfahrer”, erzählt von seinen Treffen mit Gundermann und wie er die Welt sieht. Carmen Orlet und Ingo “Hugo” Dietrich interpretieren ab 21.00 Uhr Lieder von Gundermann, Friedrich Holländer, Brecht, Volker von Törne und Veronika Fischer. Anschließend: Jan Preuß und die geheime Gesellschaft. Sie kommen aus Fürstenwalde und spielen Rockchansons in deutscher Sprache. Neben eigenen Songs (CD Traumtänzer) sind dies vor allem auch Lieder von Gundermann, Rio Reiser und Leonard Cohen. Letztere auch mit deutschen Texten. Kaum zu glauben: Das funktioniert wirklich! Man darf also gespannt sein…

Gundermann-Party „hier bin ich geborn“
KulturFabrik Hoyerswerda, Alte Berliner Str. 26, 02977 Hoyerswerda
19.02.2011, Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt: Vorverkauf 10 €, Abendkasse 12 €, nur Lesung 5 €
Eine gemeinsame Veranstaltung von Gundermanns Seilschaft e.V. und der KuFa Hoyerswerda
Weitere Informationen: www.gundi.de und www.kufa-hoyerswerda.de
Vorbestellungen: info@gundi.de und info@kufa-hoyerswerda.de

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