Archiv für die Kategorie „Festival 2010 – Details“

Festivalprogramm 2010

25. bis 28. Februar 2010

Spielstätten:

Volksbühne Berlin-Mitte, Maxim-Gorki-Theater, Grips Mitte, WABE, Galerie ZwiEt, Café Zapata

Programm:

Festival 2010 - 12.02.2010 - Ort: Café Enddorn
Friendsmeetfriends - Festival Freunde Party 2010 - mit Konzert: Zotos


Festival 2010 - 25.02.2010 - Ort: WABE
Film: Pete Seeger - The Power of Song


Festival 2010 - 25.02.2010 - Ort: WABE
Konzert: Bleeding Hearts (UK)


Festival 2010 - 26.02.2010 - Ort: ZwiEt
Ausstellungseröffnung: Theodorakis


Festival 2010 - 26.02.2010 - Ort: WABE
Ein Abend für Wolodja - Wladimir Wyssozki


Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: WABE
Konzert: Per la Vita - Microphone Mafia & Esther Bejarano


Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: ZwiEt
Folker!-Gespräch


Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: WABE
Konzert: Liederbestenliste präsentiert


Festival 2010 - 27.02.2010 - Ort: Grips Mitte (Ex-HdjT)
Konzert: HipHop Projekt "La Résistance"


Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: WABE
Kinderkonzert Fest der Farben


Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Gorki-Theater
DRUNTER & DRÜBER: Ein theatraler Überfall aus der Provinz


Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Gorki-Theater
DRUNTER & DRÜBER: Ein theatraler Überfall aus der Provinz


Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Volksbühne
Konzert: Hommage an Mikis Theodorakis


Festival 2010 - 28.02.2010 - Ort: Zapata
Konzert: UMKA & Bronevik (Russland)


Unterstützer:

Berliner VVN-BdA; Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Kultur und Bildung; Der Regierende Bürgermeister von Berlin. Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten; Druckhaus Schöneweide GmbH; Gundermanns Seilschaft e.V., “Helle Panke” zur Förderung von Politik, Bildung und Kultur e.V.; Holger Schade Büro für Künstlermanagement; HumanistischerVerband Deutschlands, LV Berlin e.V.; Rosa-Luxemburg-Stiftung; Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv; Verein Deutschsprachige Musik e.V.

Gruß von Konstantin Wecker

Liebe Freunde,

es tut mir sehr leid, dass ich bei der Hommage für Mikis Theodorakis nicht live dabei sein kann. Ich werde natürlich trotzdem auch weiterhin dem »Festival Musik und Politik« ebenso wie Dr. Lutz Kirchenwitz verbunden bleiben.

Gerade für Mikis, diesen aufrechten Menschen, den ich wirklich sehr bewundere und mit dem ich schon die Ehre hatte, gemeinsam auf der Bühne zu stehen – gerade für diesen großen Musiker hätte ich natürlich gerne meinen Beitrag geleistet.

Mit dem Herzen bin ich bei Euch und wünsche Euch allen ein großartiges, beseeltes und engagiertes Konzert.

Euer Konstantin

12. Februar 2010

Grußwort von Mikis Theodorakis zum Festival Musik und Politik 2010

Ich freue mich sehr, dass die Institution »Politisches Lied« den Verfallserscheinungen der Zeit widersteht. Ich möchte diesen Anlass nutzen, um klarzustellen, dass ich in
diesem Zusammenhang mit dem Begriff des »Politischen« nichts eng Parteipolitisches, das im Dienste irgend einer Politik steht, assoziiere und niemals assoziiert habe.
»Pólis« – ein altgriechisches Wort, von dem die Begriffe »Polítis« (Bürger), »Politik«, »Politismós« (Kultur) abgeleitet wurden –, das ist ein universeller Begriff; die »Pólis« umfasst die Gesamtheit einer Gesellschaft, eines Volkes, einer Nation. Ich würde sagen, »Pólis« meint heutzutage die Gesamtheit der freien Menschen auf der ganzen Welt, die sich im Sinne der großen Ideale engagieren: für Frieden, Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Kultur.

Die Musik vermag über Grenzen und trennende Unterschiede hinweg das Wesen des Menschen auszudrücken, einschließlich all dessen, was er für wertvoll erachtet.
Musik ist kein Phänomen, das sich irgendwo fern von den Menschen offenbart oder sich in für sie unerreichbaren Sphären ereignet, sondern sie steht im Dienst der Selbstverwirklichung des Menschen. Nur dann ist sie wirklich Teil des Lebens und stärkt diejenigen, die sich nicht schonen und ihre Kraft für den Kampf um die humanistischen Werte einsetzen.

Wenn ich also »Politisches Lied« sage, dann meine ich das dem Wesen der menschlichen Seele entsprechende Lied, das nach Wahrhaftigkeit strebt und den Menschen auf seiner Suche nach Harmonie und Erfüllung begleitet.

Mikis Theodorakis in Berlin, DDR

Mikis Theodorakis in Berlin, DDR

Mikis Theodorakis
5. Januar 2010

UMKA & Bronewik (Russland)

Umka & Bronevik live

Sonntag, 28.2.2010, 22.00 Uhr, Zapata

Oranienburger Str. 64, 10117 Berlin

Eintritt: 5 €

Umka und Bronewik ist eine der wichtigsten unabhängigen Bands der ehemaligen Sowjetunion. Hunderte von Liedern, dutzende Alben, tausende Kilometer komponierten, produzierten und legten sie während zahlreicher Tourneen im Lande und auf der ganzen Welt zurück. Die Band spielt so, als hätte es die 80er und 90er Jahre nicht gegeben. Von eigenwillig zeitlosem Protest sind ihre Lieder. „Rock“, so sagen sie selber, „kann man nicht von jemand anderem übernehmen. Rock kann nur von einem selbst kommen, von innen heraus.“ Wer die Band in der Wyssozki-Hommage verpasste oder dort auf sie aufmerksam wurde, kann sie im Zapata noch einmal exklusiv mit ihrem aktuellen Programm genießen.

Es spielen: Anna Gerasimova (Umka) – Stimme, Gitarre, Lieder; Boris Kanunnikov – Gitarre; Mikahil Trofimenko – Bass; Boris Markov – Schlagzeug

Konzert: Hommage an Mikis Theodorakis

Mikis Theodorakis

Sonntag, 28.2.2010, 20.00 Uhr, Volksbühne

Linienstr. 227, 10178 Berlin

Eintritt: 24/16/10 €

Vorverkauf hier

Mikis Theodorakis feiert 2010 seinen 85. Geburtstag. Er ist der bedeutendste griechische Komponist und wahrscheinlich der berühmteste Grieche überhaupt. Er hat Songs und Sinfonien, Ballette und Opern, Filmmusiken und Kammermusik komponiert. Mit der Melodie zum Film “Alexis Sorbas” wurde er berühmt. Bis heute sind weltweit über 60 Millionen Schallplatten und CDs mit seiner Musik verkauft worden.

Das künstlerische Schaffen dieses Komponisten und sein damit eng verbundenes gesellschaftliches Engagement sind Ausdruck griechischer Kultur und Geschichte, wie man es in diesem Ausmaß und in dieser Intensität schwerlich in der Biografie anderer Persönlichkeiten finden wird. Im II. Weltkrieg und im folgenden Bürgerkrieg beteiligt Theodorakis sich aktiv am Widerstand, wird verhaftet und gefoltert. In den 50er Jahren beginnt er mit seiner Sinfonik und seinen Balletten in der internationalen Musikszene Fuß zu fassen. Anfang der 60er Jahre löst er in Griechenland mit seinen Liedern, die zumeist auf der Lyrik der bedeutendsten griechischen Dichter basieren, eine Kulturrevolution aus. Als 1967 das griechische Militär putscht, wird die Musik von Theodorakis verboten und er selbst verhaftet. Dank einer internationalen Solidaritätsbewegung kann er ins Exil gehen und engagiert sich von dort aus weiter gegen die Junta. Mit seinem Orchester startet er eine Welttournee. Diese Auftritte sind höchst wirksamer Ausdruck des Protests gegen das faschistische Regime, das Griechenland beherrscht. 1974, nach dem Sturz der Diktatur, kehrt Theodorakis in seine Heimat zurück und wird als Volksheld gefeiert.

Mikis Theodorakis, Foto: Guy Wagner

Mikis Theodorakis, Foto: Guy Wagner

Theodorakis sagt rückblickend: “Ich gehöre einer Generation an, die sich einem extremen Idealismus verschrieben hatte. Mein Leben war ein unaufhörlicher Kampf zwischen dem Idealischen und dem Wirklichen, dem Alltäglichen und der Vision”.

Das Festival Musik und Politik widmet dem großen griechischen Komponisten Mikis Theodorakis anlässlich seines bevorstehenden 85. Geburtstags eine Ausstellung und ein Konzert. Griechische und deutsche Künstler treffen sich, um seine Songs zu interpretieren und dem Künstler ihren Respekt zu bekunden.

Rosa-Luxemburg-Stiftung
in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Jasin Challah ist “Halbgrieche”, Schauspieler und Comedian bei Film und Fernsehen, schreibt und inszeniert Kurzfilme und produzierte Comedy-Formate für verschiedene Fernsehsender. Die Musik zu seinen Projekten macht er am liebsten selbst. Zur Zeit arbeitet er als Texter für Kosta Rapadopoulos, der Theodorakis in einem Interview auf den Zahn fühlen und dafür sorgen wird, dass mögliche, angestaute Rührung auf Seiten des Publikums sich in Lachern befreien darf.

jayrope veröffentlichte ab 1997 – nach mehrjähriger Arbeit als Recording Engineer für Atari Teenage Riot und Alec Empire, mit Projekten wie Air Cushion Finish, Girls United, Prinzenallee, Rope, the Sighs und Vedette – über 20 Alben unterschiedlichster Stile, Traditionen und Sparten wie Freak Folk, Noise, elektroakustische, improvisierte Musik oder Hip Hop. jayrope kooperierte live und auf zahlreichen Veröffentlichungen mit Künstlern wie Arto Lindsay, Maria Farantouri, Rechenzentrum oder auch Raz Ohara. jayrope schreibt Musik für modernen Tanz, Theater und Film und ist regelmäßig auf internationalen Festivals zu sehen und zu hören.

Barbara Kellerbauer studierte in den 60er Jahren an der Hochschule für Musik “Carl Maria von Weber” in Dresden Gesang und wirkte u.a. in einer Aufführung des Liederzyklus „Griechentum“ von Mikis Theodorakis mit. Sie wurde Chansonsängerin, gründete eine eigene Gruppe und gab Konzerte in Europa und Asien. Bis 1989 moderierte sie die DFF-Fernsehsendung “Lieder, Land und Leute”. Seit 1996 hat sie die künstlerische Leitung von Programmen für die Jugendweihe im Friedrichstadtpalast und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Inzwischen tritt sie auch gemeinsam mit ihrer Tochter Johanna auf.

Obwohl sich die Musik Rainer Kirchmanns vieler verschiedener Stile bedient (Rock, Chanson, Weltmusik), ist sein Werk durch eine klare Handschrift geprägt. Seine bis in die Höhen des Countertenors reichende Stimme sowie sein unorthodoxes Piano- und Gitarrenspiel bringen krasseste musikalische Gegensätze letztlich auf einen gemeinsamen Nenner. Kirchmann hat in mehren Rockbands gespielt und unter anderem den Wendesong “Langeweile” der Ostberliner Band PANKOW komponiert. Seit 2002 tritt er solistisch auf und seit 2009 gibt es das Rainer Kirchmann Trio.

Wer immer sich aufgrund des Namens Nick Nikitakis zu der einfachen Erinnerung an Bouzoukisounds und Sirtakirhythmen aus dem Griechenlandurlaub verführen lässt, der ist auf dem Holzweg. Geboren in Griechenland und aufgewachsen in Köln, verbindet Nikitakis Jazz- und frühe, amerikanische Blueselemente mit Rebetiko, dem griechischen Pendant zum Blues. Seine Musik ist ein hochexplosiver Stoff, gebraut aus traditioneller griechischer Folklore, versetzt mit swingendem Jazz, durchzogen von der Allgegenwart musikalischer Kölner Wurzeln. Das Ganze nennt sich Rebetiko-Blues. Was dieser mit den Theodorakiskompositionen anstellen wird? – Wir dürfen gespannt sein.

Petros Pandis gilt seit Jahren als einer der einfühlsamsten und ausdrucksstärksten Interpreten der Lieder von Mikis Theodorakis. Er arbeitet seit 1971 mit dem griechischen Komponisten zusammen und hat unter dessen Leitung bei über 1.000 Konzerten in 45 Ländern gesungen. Petros Pandis war außerdem bei zahlreichen Solo-Auftritten überall auf der Welt zu erleben.

Kostas Papanastasiou ist einem breiten Publikum vor allem bekannt als “der Grieche aus der Lindenstraße”. Vor seinem ersten Auftritt in der deutschen Vorabendserie besaß sein griechisches Lokal “Terzo Mondo” bereits Kultstatus in Westberlin. Hier veranstaltet er Konzerte und Lesungen mit Künstlern aus aller Welt. Als Schauspieler ist Kostas Papanastasiou für Film und Fernsehen sowie auf der Bühne aktiv. Bundesweit gibt er Konzerte mit griechischen und südeuropäischen Liedern. Außerdem unterrichtet er an der Berliner Kunsthochschule als Dozent für darstellende Geometrie und Perspektiven.

Die Sängerin und Schauspielerin Gina Pietsch hat über fünfunddreißig Soloabende im Repertoire, sechzehn davon zu Brecht, die weiteren basierend auf Texten von Bachmann, Braun, Fried, Gernhardt, Goethe, Hacks, Heine und anderen. Sie hat bei Gisela May und Ekkehard Schall gelernt und unterrichtet seit 1992 selbst im Fach Gesang und Interpretation. Als sie vor einigen Jahren einen Theodorakis-Abend präsentierte, schrieb die Presse anerkennend, sie habe es vermocht, “den Menschen, Komponisten, Dichter und Politiker Mikis Theodorakis so darzustellen, als sei er zugegen.”

Rainer Rohloff, Gitarrist, Komponist, Arrangeur und Produzent, ist seit 1987 Mitglied der Gruppe L’ art de passage und wirkt seit 1980 bei Konzerttourneen und Schallplattenproduktionen von Mikis Theodorakis mit.
Er arbeitete auch mit Gerhard Schöne, Reinhard Mey, Gisela May, Matthias Freihof, Esther Ofarim, Maria Farantouri, George Dalaras u.a. zusammen. Seit 2002 spielt er ein Soloprogramm “Songs For Guitar” mit Werken von Mikis Theodorakis.

Gerhard Schöne war der populärste Liedermacher in der DDR. Seine Schallplatten erreichten enorme Auflagenhöhen. Er polarisierte nicht, sondern er versöhnte, sang sowohl bei Kirchentagen als auch beim Festival des politischen Liedes, ab 1982 auch in Westdeutschland, Österreich und der Schweiz. Friedrich Schorlemmer meinte: “Schöne hat den Sanftmütigen die Stimme gegeben, das war und ist unverwechselbar.” Gerhard Schönes Popularität wie Produktivität ist – bei über 20 Alben und einer Vielzahl von Programmen – auch nach 1990 ungebrochen. Ein Rezensent schrieb, seine Lieder seien “Lebensmittel, die es nicht im Konsum gab und die auch im Supermarkt fehlen”.

Aktuelle Information:Konstantin Wecker kann leider nicht am Festival teilnehmen. Ein Grußwort von ihm gibt es hier.

Peter Zacher brachte bereits Ende der 60er Jahre mit der Dresdener Gruppe Pasaremos den Liederzyklus “Griechentum” auf die Bühne. Seit der Zusammenarbeit beim “Canto General” 1980 in Berlin betreut Zacher Theodorakis sinfonische und oratorische Werke musikwissenschaftlich und dramaturgisch. Von 1989 bis 2004 war Zacher in der Dresdener Kommunal- und Kulturpolitik aktiv.

1980 kommt es bei der Aufführung des Oratoriums “Canto General” (Theodorakis/Neruda) in Berlin zur ersten Zusammenarbeit zwischen Jannis Zotos und Mikis Theodorakis. Eine Verbindung, die bis heute besteht. Seit 1990 leitet Zotos das Tour Orchester Theodorakis, schreibt für selbiges die Arrangements und begleitet Theodorakis auf seine Welttourneen. 1990 gründet er die Band Zotos Compania. Seit 2002 vertont er, der Tradition griechischer Komponisten folgend, Lyrik griechischer Dichter.

Kalliopi Vettas Stimme macht ihrem Namen alle Ehre. Die Musenqualität ihres lyrischen Soprans ist in die Tradition weiblicher, griechischer Ausnahmestimmen zu stellen. Klassisch ausgebildet, vermag sie mit ihrem Timbre die byzantinische Vergangenheit selbst in einer Popinterpretation auferstehen zu lassen. Seit 1995 arbeitet Vetta mit dem Komponisten und Arrangeur Yannis K. Ioannou zusammen. Außerdem singt sie Lieder von Loreena McKennitt, Mikis Theodorakis, Madredeus u.a. Sie ging bereits mit dem Theodorakis Orchester auf Welttournee, und Ende 2009 arbeitete sie mit Jannis Zotos zusammen.

Jasin Challah

Jasin Challah

jayrope

jayrope

Barbara Kellerbauer

Rainer Kirchmann

Rainer Kirchmann

Nick Nikitakis

Nick Nikitakis

Petros Pandis

Petros Pandis

Kostas Papanastasiou

Kostas Papanastasiou

Gina Pietsch

Gina Pietsch

Rainer Rohloff

Rainer Rohloff

Gerhard Schöne

Gerhard Schöne

Kalliopi Vetta

Kalliopi Vetta

DRUNTER & DRÜBER: Ein theatraler Überfall aus der Provinz

Theater RudolstadtSonntag, 28.2.2010, 15.00 und 19.30 Uhr

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

DRUNTER & DRÜBER: Eine Antidepressionsrevue von Steffen Mensching und Michael Kliefert

Gastspiel des Theaters Rudolstadt

Regie: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder, Thomas Voigt
Ausstattung: Wilfried Buchholz

Es spielen: Anne Kies, Ewa Rataj, Charlotte Ronas, Hans Burkia, Marcus Ostberg, Markus Seidensticker, Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt

Deutschland im Jubiläumswahn: Die Bundesrepublik feiert ihren 60. Geburtstag. Die DDR hätte es auch getan, wenn da nicht vor zwanzig Jahren die Mauer gefallen wäre. Aber so richtig gelöste Stimmung will zum Jubiläum nicht aufkommen. Zu ungewiss ist die Lage, zu groß die weltweite Verwirrung. Eine Blase platzt nach der anderen. Über der deutschen Einheitsrepublik kreist der Pleitegeier. Wer oder was ist überhaupt noch systemrelevant? Analyse tut not. Unser Theater bietet praktische Lebenshilfe. Statt Jammern und Verdrängen, mutig sein und singen.

Mit Heinrich Heines “Wintermärchen” im Gepäck treffen sechs Zeitgenossen in einem rätselhaften Tonstudio aufeinander und berichten reimend von ihren Erfahrungen im veränderten Vaterland. Sie holen die derbsten Knüppelverse aus dem Sack und hauen richtig drauf, auf die verkorksten deutschen Verhältnisse. Es geht drunter und drüber und mächtig zur Sache. Da ist eine Frau in den besten Jahren, die sich durchs Leben beißt, ein erfolgreicher Bestattungsunternehmer, ein Mädchen, das gegen das Vermummungsverbot verstößt, eine polnische Putzfrau, die eigentlich BWL studiert und ein Halb-Krimineller, der mit einem Bein im Gefängnis und mit dem anderen im Lions-Club steht. Der Radiomoderator bringt ihre Geschichten an die Öffentlichkeit. Für seine Sendung singen sie, begleitet von den Thüringer Symphonikern, Songs aus Vergangenheit und Gegenwart, das ganze Repertoire von Choral bis HipHop. Und aus aller Munde tönt der Satz: So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Jeder kriegt sein Fett ab, die blasierten Helden der Wendezeit und die glorreichen Pfeifen der Gegenwart.

Drunter & Drüber? Das hat Deutschland gerade noch gefehlt! Lachen über sich selbst ist die beste Gesellschaftstherapie. (Theater der Zeit)
Wer am Ende noch depressiv ist – selbst schuld. (Ostthüringer Zeitung)
Ein verblüffendes Potpourri deutsch-deutscher Jingles und Melodiefetzen. (Thüringer Allgemeine Zeitung)
Eine schräge, schrille Radio-Show. (Thüringische Landeszeitung)

Regie: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder, Thomas Voigt
Ausstattung: Wilfried Buchholz
Mit Marcus Ostberg, Hans Burkia, Ewa Rataj, Charlotte Ronas, Anne Kies, Markus Seidensticker

Steffen Mensching, Autor, Clown, Regisseur tourte jahrelang als freischaffender Geist durch die Republik, 2008 wurde er Intendant des Theaters Rudolstadt.
Michael Kliefert, Dramaturg und Regisseur, arbeitete an verschiedenen Theatern in Weimar, Chemnitz, Dresden, bis er 2008 Chefdramaturg in Rudolstadt wurde.
Das Theater Rudolstadt ist das kleinste unter den Thüringer Theatern, das seinem Publikum trotzdem ein breites Spektrum anbietet: Schauspiel, Oper, Operette, Musical, Revuen, zahlreiche Konzerte, Sommertheater, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Lesungen und Kleinkunst. Es beschäftigt 140 Mitarbeiter und verfügt über ein Schauspielensemble und ein eigenes Orchester.

Fotos von den Aufführungen des Theaters Rudolstadt

Kinderkonzert: Fest der Farben

Sonntag, 28.2.2010, 14.00 Uhr, WABE

Eine Reise um die Welt mit Ulf von Ulf & Zwulf, Clown LULU und Farbelino
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Eintritt: 3 €

FarbenfestUlf von “Ulf und Zwulf” lädt gemeinsam mit Clown LULU Kinder und Erwachsene zu einer Rundreise um unseren schönen Erdball ein. Sie besuchen UMKA und Ilja Timakow im russischen Schnee und liebe Freunde im “Feuerland”, mit denen sie Stockkuchen backen. In Liedern und Geschichten erzählen die beiden von ihren Erlebnissen. Hochklassische Artistik vom Zirkuß*23 begleitet sie, ebenso das Maskottchen des Farbenfestes “Farbelino”. Gemeinsam mit dem Publikum werden Tänze und Lieder ausprobiert und die drei witzigsten Schminkgesichter prämiert.

Ulf Erdmann als ein Teil von “Ulf und Zwulf” besucht uns nun schon zum dritten Male beim Festival Musik und Politik. Er lernte sein musikalisches Handwerk an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler”. Nach Folkmusik und Titeln von Hannes Wader spielten die beiden zunehmend eigene Lieder. Schon in den späten Siebzigern entwickelten sie die Idee, auch für Kinder ein Musikprogramm zu gestalten. Der Funke zwischen Ulf und Zwulf und den Kindern sprang sofort über, die Kinderkonzerte – ein Riesenerfolg für das inzwischen lang etablierte Kinderliederduo.

Ulf und besonders Clown LULU mit seinem speziellen sächsischen Humor sind bei ihrer Weltreise ein unschlagbares Team. Der Zirkuß*23 bezieht alle Gäste in seine Darbietungen mit ein, so dass ein lustiges Wechselspiel zwischen dem Publikum und den Akteuren entsteht. Viele weitere Überraschungen warten auf kleine wie große Gäste. Basteln und Malen fehlen dabei ebenso wenig wie die Pflichtfahrt auf der “Rollenrutsch”.

Lasst Euch überraschen!

Konzert HipHop-Projekt “La Résistance”

Sonnabend, 27.2.2010, 22.00 Uhr, GRIPS Mitte
Klosterstr. 68, 10179 Berlin
Eintritt: 5 €

Asya, Bomba Big B von Anarchist Academy, Bütti, Callya, Chaoze One, Deadly T, Latimo von Meditias, Lotta C, Rossi, Shana Supreme, DJ Ra

La Résistance„La Résistance“ ist ein überregionaler Zusammenschluss von deutschen Rapperinnen und Rappern zu einer neuen Crew. Die elf Musiker supporteten sich jahrelang gegenseitig in unzähligen gemeinsamen Konzerten und Jams, in allen denkbaren Formationen. So ist das Album lediglich die logische Konsequenz musikalische Synergien, die auf der Bühne entstanden, weiterzuentwickeln und auf einer Scheibe zu bannen. Gemeinsam wurden Texte geschrieben, Beats gepickt, Songs produziert und Tracks gefeilt. Das Resultat ist ein vielseitiger und dem Wortsinn alle Ehre machender Longplayer samt einer Live-Show, die sich gewaschen hat.

La Résistance ist ein generationenübergreifendes Projekt. Im Hip Hop heißt das “old school” trifft “new school”. Der Oldschooler Kutlu Yurtseven (DJ RaMicrophone Mafia), der am 27.2. bereits mit der Familie Bejarano auf der Bühne steht und auch beim Folker-Gespräch um keine Antwort verlegen sein wird, hält die Truppe zusammen und organisiert ihre Tourneen. Wie viele von ihnen engagiert Yurtseven sich hauptberuflich in sozialen Projekten, geht dorthin, wo es weh tut. Beispielsweise bringt er seine zwanzigjährige Bühnenerfahrung ein, um Jugendliche mit Migrationshintergrund dazuzubringen, verstockte Stummheit in aggressiven Rap laut werden zu lassen.

Der elfköpfige Zusammenschluss von Rapmusikern will jederzeit seinem Bandnamen gerecht werden. Lotta C: “Wir sind ›La Resistance‹, der Widerstand. Es ist eine kämpferische, eine politische Platte, […] die das Gefühl von ›Du bist nicht allein‹ entstehen lassen und vermitteln soll; dass es sich trotz allem lohnt zu kämpfen.” Wie Asya sagt, geht es “La Résistance” darum, “dass die Menschen endlich ihren Arsch bewegen. Dass sie aufstehen, ihre Meinung sagen und nicht die Schafe spielen.”
Der Sound von La Résistance ist differenziert, umfasst unterschiedliche Klangfarben, laute und leise Töne. Das Themenspektrum reicht von kritisch eingefangenen Alltagssituationen bis zur Todeserfahrung, von der Revolution bis zum politischen und persönlichen Verlust. Es ist ihr Widerstandsgeist, der die Bandmitglieder eint. La Résistance steht für Conscious Rap. Politische Rapmusik, die ein neues Sprachbewusstsein propagiert und den unbewussten oder ganz offenen Rassismen des Mainstream-HipHop den Kampf ansagt. Rapper Asya erklärt den Begriff in einem Interview wie folgt: “Es bedeutet, sich seiner Botschaft bewusst zu sein und flache sexistische, homophobe oder rassistische Attitüden zu meiden. Man gibt eine Lebenseinstellung wieder und versucht dabei die Menschen zu bewegen. Nicht nur auf den ›Style‹ zu achten. Nicht Hauptsache Doppelreime und scheiß auf den Inhalt. Das kann sich der Punker ebenso anhören wie der Student oder der Hans Peter von nebenan.”

Aktuelle CD: La Résistance

Kartenvorbestellung telefonisch: (030) 20 28 87 65

Konzert: Liederbestenliste präsentiert

Livemitschnitt durch Rockradio.deSonnabend, 27.2.2010, 19.00 Uhr, WABE
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Eintritt: 15 € / ermäßigt 10 €

mit den Preisträgern der Deutschen Liederbestenliste und weiteren Neuentdeckungen: Danny Dziuk, Bernadette La Hengst, The Incredible Herrengedeck, A.M.T

Die Liederbestenliste, eine von Jurorinnen und Juroren aus Belgien, Österreich, der Schweiz und Deutschland zusammengestellte monatlichen Hitparade deutschsprachiger Musik, geht ins 26. Jahr ihrer Existenz. Der Südwestrundfunk, Nachfolger des Südwestfunks, der 1984 die Liederbestenliste ins Leben gerufen hatte, ließ sich zum 25-jährigen Jubiläum ein besonders originelles Geschenk einfallen. Ab 2010 will der Sender die Durchführung des Liederfests nicht mehr durch einen Konzertmitschnitt unterstützen. Die Liederbestenliste, getragen vom ehrenamtlichen Verein Deutschsprachige Musik, kämpft jetzt ums Überleben.

Für seinen Titel “Ein Regenlied” von der CD “Freche Tattoos auf blutjungen Bankiers” erhielt Danny Dziuk den Liederpreis 2009 der Liederbestenliste. Wiglaf Droste schreibt in der Ausgabe 6/2009 der Zeitschrift Folker dazu: “Freche Tatoos auf blutjungen Bankiers ist ein großer poetischer und musikalischer Wurf, der auch von existenziellen Fährnissen kündet. In dieser Welt sich nicht zu verheddern, zu verfriemeln und zu verfransen, nicht dem Irrsinn anheimzufallen, nicht dem Terror des positiven Denkens, nicht der Kleingläubigkeit und nicht der Verzweiflung, ist ein großes Wagnis. Es ist gelungen … ›Ein Regenlied‹ – ist eines dieser politischen Lieder, das in einer an Randy Newman, am frühen Franz Josef Degenhardt und an der Bibel geschulten Poesie vom dringenden Wunsch kündet, dass die Welt vom Kot freigespült werde durch die Macht der Gerechtigkeit: ›Regne,Regen, dich in Rage / Feg die Shoppingmeilen leer / Und die Geiz- und Saubagage / Bis ins tiefe blaue Meer// […]‹. Dieser schöne Traum ist, wie man täglich erfährt, bisher nicht in Erfüllung gegangen. Danny Dziuks ›Regenlied‹ hält ihn am Leben.

„Beeeer-lin stinkt, Berlin ist dreckig, Berlin ist ein Skandal, Berlin ist pleite, Berlin hat nischt, Berlin du kannst ma mal. Voooon Frohnau bis an den Wannsee, von Spandau bis Marzahn. Ich halts nich mehr aus, ich muss hier raus, Berlin Du kotzt ma an.“ Herrlich! Das dem Neuköllner Slum entstiegene Trio weiß solche und andere Berlinhymnen auf eine Weise zum Besten zu geben, dass man gleichzeitig meint, man höre einen Schullisäufer am Kotti schimpfen, während einem das Herz aufgeht im Wiedererkennungseffekt unserer schaurig schönen Stadt.
The Incredible Herrengedeck nennen ihren Stil postmodernen Chanson-Punk. Der trifft auf bierernste Ironie, von der man möglicherweise eine Ahnung bekommt, stelle man sich vor, die Neuköllner Kunstfigur Kurt Krömer könne musizieren. Während der Kontrabass, das Klavier und die Gitarre einem die guten alten 20er Jahre vorgaukeln, erzählen die Lyrics von der gescheiterten Existenz eines U-Bahnpianisten, der dô ehemals Intendant am russischen Theater war.
Die „ganz normalen“ Berliner Lebensumstände werden in scharf beobachteten Anekdoten zum Besten gegeben, der Beat und die Wahl der musikalischen Mittel auf den Inhalt abgestimmt. Wunderbar naiv kommt das daher und ist ganz schön hinterfotzig. Schön auch, dass The Incredible Herrengedeck ihre textlich wie musikalisch witzigen Berlinkarrikaturen à la Zille mit seltenem Improvisationstalent zu paaren wissen. Ihre Bühnenshow hat immer etwas von einem Gespräch, das von Laune und Tagesform ihrer Instrumente abhängig ist. Mit Konserve hat dit nischt zu tun!

Die Karriere der deutschen Pop- und Elektropop-Musikerin Bernadette La Hengst beginnt 1990 in Hamburg, wo sie die Band „Die Braut haut ins Auge“ gründet. Ein Bandname, der auch für ihre Solokarriere als Leitmotiv gelten kann, egal mit wem sie zusammenarbeitet und in welche Sparten sie reinhüpft. Ob als Mitorganisatorin des Hamburger Ladyfests oder als Performerin: Bernadette La Hengst ist Feministin im besten Sinne, paart ihre politische Haltung, Sichtweise und Texte mit Elektronik-Beats und Samplingtechnik, erfindet sich immer wieder neu, ohne sich zu verlieren. Die seit 2004 in Berlin lebende Bernadette La Hengst geht dorthin, wo es weh tut. So schloss sie sich der in Birmingham initiierten Beschwerdechorbewegung an und gründete kurzerhand nach Freigabe des Konzepts ihren Beschwerdechor im Festspielhaus St. Pölten.
Vor wenigen Wochen kundschaftete sie Istanbul aus, um der Kulturhauptstadt 2010, wie wir hoffen, auf La Hengst’sche Weise ins Auge zu (sc)hauen.
Im Jahr 2009 stand das Bernadette La Hengst Universum im Zeichen der Oper. Anfang des Jahres führte sie Regie am Theater Freiburg und inszenierte eine Bettleroper mit Obdachlosen und Hartz-IV-Empfängern. Mit dem Künstler- und Architektenkollektiv Raumlabor machte sie interaktiv und von medialer Aufmerksamkeit begleitet die U-Bahn zwischen Mühlheim und Essen unsicher. Crossover, spartenübergreifend, pandisziplinär. Man vergreift sich nicht, benutzt man diese Zuschreibungen für La Hengst. Wir sind gespannt, was sie uns von ihren Reisen und unterschiedlichen Projekten zur Liederbestenliste mitbringt.

A.M.T sind die halbpakistanische (Film-)Autorin Anne Khan und der deutsch-amerikanische Philosoph Robert Defcon, die sich Ende vergangenen Jahres mit ihrem Debüt “Brennstoff” souverän als deutsch-lokaler Arm des globalen Elektro- Freibeutertums formiert haben. A.M.T geht es um Sprechakte, um Sprachgewalt und -phänomene und deren stringente musikalische Umsetzung. “Brennstoff” zündelt an allen Ecken und Enden, legt Bomben und sorgt für derbe Explosionen. Anne Khan, die “Nina Hagen des Hip Hop” (Stern), besorgt das stimmgewaltig, virtuos und spielerisch, der smarte Dandy Defcon mit seinen durchdringenden Texten.
Um unser Liederbestenlistenpublikum vorzuwarnen, gleichzeitig zu entspannen: Hier sprüht’s Kraftausdrücke, allerdings jederzeit mit Sinn und Verstand. So sollte man vielleicht vorher wissen, dass der Song “Hart durchregieren”, in dem ****** explodieren und ****** glatt rasiert werden, nicht eindimensional die Pornoisierung unserer Gesellschaft kritisiert, sondern von unserer Kanzlerin herself inspiriert wurde. Vor ihrer Wahl sagte diese nämlich in einer Rede, dass in Zukunft wieder hart durchregiert
werde. Wieder, Frau Merkel? Wie und zu welcher Zeit genau noch mal? – Mit diesem Hintergrundwissen ist es absolut political correct, den hardcore durchgerollten “Rs” des hart durchregierenden A.M.Ts lustvoll zu lauschen.

Gundermanns Seilschaft

in Zusammenarbeit mit Gundermanns Seilschaft e.V.

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Folker!-Podiumsgespräch

Sonnabend, 27.2.2010, 16.00 Uhr, ZwiEt
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Krise des Kapitalismus – “schlecht für das soziale Klima (…), aber gut für das politische Lied”?

Gespräch mit Bernadette La Hengst, Tapani Gradmann (The Incredible Herrengedeck) und Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia) über die Auswirkungen der Krise auf das politische Lied
Moderation: Michael Kleff (Journalist, Bonn/New York)

“Wer in dieser Zeit nicht seine Stimme erhebt für eine friedvolle Welt und gegen den Wahn der Menschheit, sich selbst und die Erde durch Gier und Dummheit gezielt zu vernichten, der hat es nicht verdient, eine öffentliche Stimme zu haben.” Konstantin Wecker verlangt, was man früher als “engagierte Kunst” bezeichnet hat und was nun schon seit langem als “Alt-Achtundsechziger-Attitüde” desavouiert wird.

Ihm und auch vielen jungen Künstlern geht es nicht um gesungene Parolen. Sondern um Kunst, die ganz einfach gesellschaftlich und zukunftsrelevant ist. Wie ist es vor diesem Hintergrund um das politische Lied bestellt? Ist die gegenwärtige Krise des Kapitalismus schlecht für das soziale Klima, aber gut für politische Musik? Wollen wieder mehr Künstler “die Verhältnisse rocken, die Welt verändern”, wie es auf einer jüngst erschienen CD zum zehnjährigen Bestehen von attac heißt? Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es schon immer eine enge Verbindung von Musik und sozialen Bewegungen gab. Mit Liedern lässt sich Geschichte also “anhören”. Doch lässt sich mit Musik auch Geschichte “machen”?

Helle Panke e.V.

in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V.

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