DRUNTER & DRÜBER: Ein theatraler Überfall aus der Provinz

Theater RudolstadtSonntag, 28.2.2010, 15.00 und 19.30 Uhr

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

DRUNTER & DRÜBER: Eine Antidepressionsrevue von Steffen Mensching und Michael Kliefert

Gastspiel des Theaters Rudolstadt

Regie: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder, Thomas Voigt
Ausstattung: Wilfried Buchholz

Es spielen: Anne Kies, Ewa Rataj, Charlotte Ronas, Hans Burkia, Marcus Ostberg, Markus Seidensticker, Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt

Deutschland im Jubiläumswahn: Die Bundesrepublik feiert ihren 60. Geburtstag. Die DDR hätte es auch getan, wenn da nicht vor zwanzig Jahren die Mauer gefallen wäre. Aber so richtig gelöste Stimmung will zum Jubiläum nicht aufkommen. Zu ungewiss ist die Lage, zu groß die weltweite Verwirrung. Eine Blase platzt nach der anderen. Über der deutschen Einheitsrepublik kreist der Pleitegeier. Wer oder was ist überhaupt noch systemrelevant? Analyse tut not. Unser Theater bietet praktische Lebenshilfe. Statt Jammern und Verdrängen, mutig sein und singen.

Mit Heinrich Heines “Wintermärchen” im Gepäck treffen sechs Zeitgenossen in einem rätselhaften Tonstudio aufeinander und berichten reimend von ihren Erfahrungen im veränderten Vaterland. Sie holen die derbsten Knüppelverse aus dem Sack und hauen richtig drauf, auf die verkorksten deutschen Verhältnisse. Es geht drunter und drüber und mächtig zur Sache. Da ist eine Frau in den besten Jahren, die sich durchs Leben beißt, ein erfolgreicher Bestattungsunternehmer, ein Mädchen, das gegen das Vermummungsverbot verstößt, eine polnische Putzfrau, die eigentlich BWL studiert und ein Halb-Krimineller, der mit einem Bein im Gefängnis und mit dem anderen im Lions-Club steht. Der Radiomoderator bringt ihre Geschichten an die Öffentlichkeit. Für seine Sendung singen sie, begleitet von den Thüringer Symphonikern, Songs aus Vergangenheit und Gegenwart, das ganze Repertoire von Choral bis HipHop. Und aus aller Munde tönt der Satz: So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Jeder kriegt sein Fett ab, die blasierten Helden der Wendezeit und die glorreichen Pfeifen der Gegenwart.

Drunter & Drüber? Das hat Deutschland gerade noch gefehlt! Lachen über sich selbst ist die beste Gesellschaftstherapie. (Theater der Zeit)
Wer am Ende noch depressiv ist – selbst schuld. (Ostthüringer Zeitung)
Ein verblüffendes Potpourri deutsch-deutscher Jingles und Melodiefetzen. (Thüringer Allgemeine Zeitung)
Eine schräge, schrille Radio-Show. (Thüringische Landeszeitung)

Regie: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder, Thomas Voigt
Ausstattung: Wilfried Buchholz
Mit Marcus Ostberg, Hans Burkia, Ewa Rataj, Charlotte Ronas, Anne Kies, Markus Seidensticker

Steffen Mensching, Autor, Clown, Regisseur tourte jahrelang als freischaffender Geist durch die Republik, 2008 wurde er Intendant des Theaters Rudolstadt.
Michael Kliefert, Dramaturg und Regisseur, arbeitete an verschiedenen Theatern in Weimar, Chemnitz, Dresden, bis er 2008 Chefdramaturg in Rudolstadt wurde.
Das Theater Rudolstadt ist das kleinste unter den Thüringer Theatern, das seinem Publikum trotzdem ein breites Spektrum anbietet: Schauspiel, Oper, Operette, Musical, Revuen, zahlreiche Konzerte, Sommertheater, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Lesungen und Kleinkunst. Es beschäftigt 140 Mitarbeiter und verfügt über ein Schauspielensemble und ein eigenes Orchester.

Fotos von den Aufführungen des Theaters Rudolstadt
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